Nomen S

  • Sagazität - Scharfsinn
  • Salär - Lohn, Gehalt
  • Salazität - übermäßig starker Geschlechtstrieb
  • Salinität - Salzhaltigkeit
  • Salopperie - Nachlässigkeit; Unsauberkeit
  • Sanhedrin - hebräische Form von Synedrion, Versammlung, Ratsbehörde; Synedrium: höchster Rat der Juden in der griech. u. röm. Zeit
  • Sanktion - Zwangsmaßnahme; Bestätigung, Anerkennung
  • sardonisches Lachen - scheinbares, durch Gesichtskrämpfe hervorgerufenes Lachen (boshaft, hämisch und fratzenhaft verzerrt)
  • Satanie - teuflische Grausamkeit
  • Satyr(n) - sinnlich-lüsterner Mensch; lüsterner Waldgeist und Begleiter des Dionysos
  • Satyriasis - krankhaft gesteigerter männlicher Geschlechtstrieb (vgl. Nymphomanie)
  • savoir-vivre - gutes Benehmen, gute Umgangsformen; Lebenskunst
  • Schibboleth - Erkennungszeichen, Losungswort; Merkmal
  • Scholä - (gr.) Schule; Muße (Freisein von Geschäften oder Berufsarbeiten; (arbeitsentlastet))
  • Scotomaphobie - krankhafte, unbegründete Angst vor teilweiser oder vollständiger Erblindung
  • Scoville - Schärfegrad von Nahrungsmitteln
  • Sedierung - Dämpfung von Schmerzen; Beruhigung eines Kranken
  • Seduktion - Verführung
  • Segmentierung - das Zerlegen, Zergliedern, Segmentieren in Abschnitte oder Teilstücke
  • Segregation - Ausscheidung, Trennung; Absonderung einer Menschengruppe aus gesellschaftlichen, eigentumsrechtlichen oder räumlichen Gründen; Rassentrennung in Amerika z.B.
  • Seismik - Lehre von der Entstehung, Ausbreitung und Auswirkung von Erdbeben
  • Sekundant - Helfer, Beistand
  • Sekurität - Sicherheit, Sorglosigkeit
  • self-denying-prophecy - eine Unheilsprophezeiung, die hoffentlich (heimlich optimistisch gesehen) nicht eintritt (und nicht eintreten will); bewusstes Unglück wider bessere Hoffnung
  • self-fulfilling-prophecy - (sich selbst erfüllende Voraussage) Zunahme der Wahrscheinlichkeit, dass ein bestimmtes Ereignis eintritt, wenn es vorher bereits erwartet wird
  • Semantik - Bedeutung, Inhalt (Worte, Satz,...); Teilgebiet der Linguistik, auf dem man sich mit den Bedeutungen sprachlicher Zeichen und Zeichenfolgen befasst (Onomasiologie)
  • Seneszenz - das Altern und damit einhergehende körperliche Veränderungen, Alterung
  • Sensitivität - Sensibilität, Empfindlichkeit, Empfindsamkeit; Feinfühligkeit
  • Sensualismus - Lehre, nach der alle Erkenntnis allein auf Sinneswahrnehmung zurückführbar ist
  • Sensualität - Empfindungsvermögen der Sinnesorgane
  • Sentenz - einprägsamer, weil kurz und treffend formulierter Sinn-, Denkspruch
  • Sentiment - Empfindung, Gefühl, Gefühlsäußerung
  • Seppuku das - Harakiri
  • Serenade - Abendständchen (Ggs. Aubade)
  • Serendipidität - die Kunst etwas zu finden, nach dem man nicht gesucht hat
  • Serenität - Heiterkeit
  • Seriosität - Ernsthaftigkeit, Würdigkeit
  • Sermon der - Rede, Gespräch, predigt; Redeschwall; langweiliges Geschwätz; lange, inhaltsleere Rede; Strafpredigt
  • Severität - Strenge, Härte
  • Sigel das - Sigle, festgelegtes Abkürzungszeichen für Silben, Wörter, Wortgruppen
  • Signet - Buchdrucker-, Verlegerzeichen; Aushängeschild, Visitenkarte; Marke, Firmensiegel
  • Signifikant - Ausdrucksseite eines sprachlichen Zeichens
  • Signifikanz - Bedeutsamkeit, Wesentlichkeit
  • Signum - (pl.: Signa) Zeichen; verkürzte Unterschrift
  • Silen(e) - zweibeiniges Fabelwesen (der griechischen Sage) mit menschlichem Oberkörper und Pferdeleib (Tierleib)
  • Silhouette - Umriss, der sich dunkel vom Hintergrund abhebt; Kontur; Schattenriss
  • Similarität - Ähnlichleit
  • Similitudines - Gleichnisreden
  • Simonie - Ämterverkauf; Kauf oder Verkauf von geistlichen Ämtern oder Dingen (Apg.8,9ff)
  • Simplizität - Einfachheit; Einfalt
  • Simultan(e)ität - Gemeinsamkeit; Gleichzeitigkeit
  • Sinopie - in roter Erdfarbe auf dem Rauhputz ausgeführte Vorzeichnung bei Mosaik- und Wandmalerei
  • Skepsis - Zweifel. Bedenken, Zurückhaltung (eigentl.: Umherspähen, Suchen)
  • Skopophilie - Schaulust
  • Skordatur - Scordatura, von der üblichen Stimmung abweichende Stimmung von Saiteninstrumenten, z.B. zur Erzeugung besonderer Klangeffekte
  • Skrotum - Scrotum, Hodensack
  • Sobrietät - Mäßigkeit
  • Sodalität - katholische Bruderschaft oder Kongregation, sakrale Bruderschaft
  • Solennität - Feierlichkeit
  • Solvenz - Zahlungsfähigkeit
  • Sommation - gerichtliche Vorladung, Mahnung; Ultimatum
  • Sonett - ("Klinggedicht") Gedichtform von insgesamt 14 Zeilen in zwei Teilen, von denen der erste aus zwei Strophen von je vier Versen, der zweite aus zwei Strophen von je drei Versen besteht
  • Sonolumineszenz - durch Schallwellen hervorgerufene Leuchterscheinung
  • Sonorität - Klangfülle eines Lautes, Grad der Stimmhaftigkeit
  • Sophistikation - reiner Vernunftschluss, der von etwas, was wir kennen, auf etwas anderes schließt, von dem wir keinen Begriff haben, dem wir aber trotzdem objektive Realität zuschreiben
  • Sophrosyne - die antike Tugend der Selbstbeherrschung und der Mäßigung, die Beherrschung der Begierden durch Vernunft und Besonnenheit
  • Sorbet - Halbgefrorenes (aus Fruchtsaft)
  • Sottise die - (meist Plural, Sottisen) Dummheit, Unsinnigkeit; Grobheit; stichelnde Rede
  • Soubrette - Darstellerin von heiteren, lustigen Sopranpartien in Oper(ette), Kabarett
  • Soufflé - Auflauf
  • Sozialisation - Prozess der Einordnung des einzelnen in die Gesellschaft
  • Sozietät - durch gleiche Interessen und Ziele verbundene Gruppe (Soziol.)
  • Soziopathie - Form der Psychopathie, die sich besonders durch ein gestörtes soziales Verhalten und Handeln äußert
  • Spatialisieren - Dinge im Bewusstsein mit der Qualität der Räumlichkeit ausstatten
  • Spatium - (pl.: Spatien) (Zwischen) Raum (Notenlinien); dünnes Ausschlussstück
  • Spezereien - Gewürze
  • Spezifik - die Eigenart einer Sache
  • Spezifität - Eigentümlichkeit, Besonderheit
  • Spiritismus - Geisterlehre; Glaube an Erscheinungen von Seelen Verstorbener, mit denen man durch ein Medium zu verkehren versucht; Versuch, okkulte Vorgänge als Einwirkungen von Geistern zu erklären (Gs.:Animismus)
  • Spiritualität - Geistigkeit, Ggs.: Materialität
  • Spolien - Beutestücke; bewegl. Nachlass eines kath. Geistl.; aus anderen Bauten wiederverwendete Bauteile (Säulen, Friese od. ähnl.)
  • Spolium - Beutestück, erbeutete Waffe
  • Spontan(e)ität - Handeln ohne äußere Anregung; eigener, innerer Antrieb; unmittelbare Reaktion
  • Stafette - Meldereiter; Staffellauf, Staffel
  • Staffage - Beiwerk; Nebensächliches; Ausstattung; trügerischer Schein
  • Stagnation - Stockung, Stauung, Stillstand
  • Standarte - Feldzeichen, Fahne, Flagge
  • Stasis - Stase, Stockung, Stauung
  • Statist - jemd., der als stumme Figur in einer Theater- oder Filmszene mitwirkt
  • Statut - Satzung, (Grund)gesetz
  • Stauropigie - Kreuzaufrichtung
  • Stele - altgriechische Grabsäule mit Inschrift oder Bildnis des Toten
  • Sthenie - strotzende Kraftfülle
  • Stilisierung - nach einem bestimmten Stilideal oder Stilmuster geformte (künstlerische) Darstellung; Vereinfachung oder Reduktion auf die Grundstruktur(en)
  • Strapaze - Beschwerlichkeit, Mühe, große Anstrengung
  • Stratifikation - Schichtung
  • stream-of-conciousness-technique - auftretende Bewusstseinsinhalte als Gestaltungsimpulse wahrnehmen
  • Stringenz - Bündigkeit, strenge Beweiskraft
  • Struktion - Instruktion und Konstruktion (z.B. sich vorzunehmen, an etw. best. zu denken)
  • Stupor - völlige geistige und körperliche Regungslosigkeit, krankhafter Stumpfsinn
  • Stuprum - Notzucht, Vergewaltigung
  • Suada - (pl.: Suaden) Redefluss, Beredsamkeit
  • Suavität - einschmeichelnde, angenehme Lieblichkeit
  • Sub - wiederholtes Kontra, Erwiderung auf ein Re (Kartenspiele)
  • Subalternität - Abhängigkeit, Unselbständigkeit; Unterwürfigkeit, Untertänigkeit
  • Subjektivität - die Eigenständigkeit des geistigen Lebens; persönliche Auffassung, Eigenart; Einseitigkeit
  • Subjugation - Unterjochung
  • Sublimation - die Steigerung ins Erhabene, Erhebung in einen höheren Zustand; Übergang fester Körper in gasförmigen Zustand und umgekehrt; Verfeinerung, Veredelung (Zustandsveränderung)
  • Sublimat - Produkt einer Sublimation
  • Sublimität - Erhabenheit
  • Subordination - Unterordnung, Gehorsam
  • Subsemitonium - Leitton der Tonleiter
  • Subsidiarität - gesellschaftspolitisches Prinzip, nach dem übergeordnete gesellschaftliche Einheiten (bes. der Staat) nur solche Aufgaben übernehmen sollen, zu deren Wahrnehmung untergeordnete Einheiten (bes. Familie) nicht in der Lage sind
  • Subsistenz - das Bestehen durch sich selbst, materielle Lebensgrundlage, Existenz, der Bestand
  • Substitut - Ersatz(mittel), Surrogat; Stellvertreter, Ersatzmann
  • Substitution - Ersetzung eines Begriffs durch einen anderen; Verschiebung eines Affekts auf ein Ersatzobjekt als Abwehrmechanismus des Ich
  • Substrat - Unterlage, Grundlage, die eigenschaftslose Substanz eines Dinges als Träger seiner Eigenschaften; Nährboden; die bei fermentativen Vorgängen abgebaute Substanz
  • Subversion - Umsturz, Umstürzung
  • Subzeption - unterschwellige, subliminale Wahrnehmung
  • Suggestibilität - Beeinflussbarkeit, gute Empfänglichkeit für Suggestionen, Suggestivität
  • Suggestion - Herstellung einer Bereitschaft, etwas zu glauben oder nicht zu glauben
  • Sukkurs - Hilfe, Unterstützung, Beistand
  • Sukkursale - Filiale einer Firma
  • Suktorien - Flöhe
  • Sukzession - Thronfolge, Nachfolge (apostolische Sukzession)
  • Summation - Bildung einer Summe; Anhäufung
  • Supervision - (Leistungs)kontrolle; Inspektion; Leitung, (Ober)aufsicht
  • Supplement - Ergänzung, Nachtrag, Anhang, Ergänzungsband, Beiheft
  • Supplik(ation) - Bitte, Bittgesuch
  • Supposition - Unterstellung, Voraussetzung
  • Suprematie - Supremat (der od. das), Obergewalt; Überordnung
  • Surrogat - Ersatzmittel, Ersatz, Behelf
  • Suspens - Schwebe (etwas in Suspens nehmen: etwas in die Schwebe bringen)
  • Suspension - Dienstenthebung, zeitweilige Aufhebung; Aufschwemmung feinst verteilter fester Stoffe in einer Flüssigkeit; schwebende Aufhängung
  • Syllabik - Zuordnung je einer Silbe zu einem Ton (in einem Lied etc.); Ggs.: Melismatik
  • Syllogismus - Art logischen Schlussfolgerns; Konklusion aus zwei Prämissen (Obersatz u. Untersatz)
  • Symbiose - kooperatives (kollektives) Zusammenleben von Lebewesen verschiedener Art zu gegenseitigem Vorteil, Nutzen
  • Symbol - Zeichen, das ist, was es bedeutet
  • Symptom - (Zufall; vorübergehende Eigentümlichkeit) Anzeichen, Vorbote, Warnungszeichen; Kennzeichen, Merkmal
  • Synästhesien - intermodale Qualitäten
  • Synchronizität - (C.G. Jung) "Prinzip akausaler Zusammenhänge"; die synchronistische Erfahrung geschieht dort, wo zwei Wirklichkeiten (d.h. die "innere" u. die "äußere") sich überschneiden; sinnhafter Zufall; auffälliges Zusammentreffen, Art von Gleichlauf (über die normalen Grenzen der Wahrscheinlichkeit hinausgehend)
  • Syndrom - (das Zusammenlaufen) Gruppe von Merkmalen oder Faktoren, deren gemeinsames Auftreten einen bestimmten Zusammenhang oder Zustand anzeigt (Soziol.); Krankheitsbild, das sich aus dem Zusammentreffen verschiedener charakteristischer Symptome ergibt (Med.)
  • Synekdoche - das Ersetzen eines Begriffs durch einen engeren oder weiteren Begriff
  • Synergismus - das Zusammenwirken von Substanzen oder Faktoren, die sich gegenseitig fördern; Heilslehre, nach der der Mensch an der Erlangung des Heils mitwirken kann (Pelagianismus; Willensfreiheit gegen Gnade)
  • Synkretismus - Vereinigung von Gedanken verschiedener Herkunft zu einem Ganzen, das innere Einheit und Widerspruchslosigkeit vermissen lässt; besonders spätantike Religionsmischung (Gnosis, Christentum, ...)
  • Synkrise - Synkrisis, Vergleich, Zusammensetzung, Mischung (Philos.)
  • Syntagma das - (Zusammengestelltes, Sammlung) Sammlung von Schriften, Aufsätzen, Bemerkungen verwandten Inhalts;
  • Szenario - Entwurf zwischen Exposé und Drehbuch; Szenarium, Regieübersicht; hypothetische Aufeinanderfolge von Ereignissen, die zur Beachtung kausaler Zusammenhänge konstruiert wird
  • Szene - Schauplatz einer (Theater)handlung; Bühne; Auftritt; Vorgang, Anblick; Auseinandersetzung, Zank, Vorhaltungen; charakteristischer Bereich, Schauplatz, auf dem sich etwas abspielt, Gesamtheit bestimmter (kultureller) Aktivitäten
  • Szenerie - das mittels der Dekorationen usw. dargestellte Bühnenbild; Rahmen
  • Szenius - Scenius, kollektive kreative Intelligenz, gemeinschaftliche Form von Genie, Genius