Allgemeine Musiklehre

Notenlehre

Damit man weiß, welche Note in dem fünflinigen Notensystem gemeint ist, legen die Notenschlüssel einen Ton fest. Der Violinschlüssel legt das g auf der zweiten Linie von unten fest; er wird deshalb auch G-Schlüssel genannt.

Der Bass-Schlüssel legt das F auf der zweiten Linie von oben fest; er wird auch F-Schlüssel genannt.

Töne ohne Vorzeichen heißen Stammtöne; dies entspricht den weißen Tasten auf der Klaviatur.

Der kleinste Abstand zwischen zwei Tönen bzw. der kleinste Abstand von einem Ton zum nächsten ist in unserem Tonsystem ein Halbtonschritt. Der nächst größere Abstand ist ein Ganztonschritt (zwei Halbtonschritte).

Ein Kreuzvorzeichen vor einer Note erhöht den Ton um einen Halbtonschritt; an den Notennamen wird die Silbe „is“ angehängt.

Ein B-Vorzeichen vor einer Note erniedrigt den Ton um einen Halbtonschritt; an den Notennamen wird die Silbe „es“ angehängt, Ausnahmen sind: b (nicht hes!), es, as.

Ein Auflösungszeichen vor einer Note bedeutet, dass der Ton ohne Vorzeichen, also der Stammton gespielt wird.

Die Tonleitern unserer gebräuchlichen Tonarten (z.B. Dur oder Moll) bestehen aus 5 Ganztonschritten und 2 Halbtonschritten; sie haben immer 7 Töne – 7 verschiedene Stammtöne mit oder ohne Vorzeichen.

Tonart bedeutet, dass 7 verschiedene Stammtöne – mit oder ohne Vorzeichen – benutzt werden. (In vielen Stücken wechseln die Tonarten.)

Tonarten und deren Tonleitern unterscheiden sich in ihrer Struktur, also dadurch, an welchen Stellen bzw. zwischen welchen Stufen der Tonleitern die 5 Ganztonschritte und die zwei Halbtonschritte liegen.

Eine bekannte Ausnahme bildet die Tonleiter von „harmonisch Moll“, bei der zwischen der (kleinen) sechsten Stufe und der (großen) siebten Stufe ein Abstand von 3 Halbtonschritten auftritt (übermäßige Sekunde).

Es gibt auch noch andere Tonleitern wie beispielsweise chromatische Tonleitern, die nur aus Halbtonschritten bestehen, oder Ganztonleitern, die nur aus Ganztonschritten bestehen.

Zeitgliederung in der Musik

Zeit
Metrum, Takt und Rhythmus sind Begriffe der musikalischen Zeitgliederung.

Metrum
Die metrischen Schläge gliedern die Zeit in gleich lange, unbetonte Abstände.

Rhythmus
Rhythmus ist eine Folge (meist) verschieden langer Tondauern.

Takt
Durch Betonungen im Metrum entstehen Takte.

Tempo
Das Tempo der Musik wird bestimmt durch die Anzahl der metrischen Schläge pro Minute (bpm – beats per minute).

Wie in vielen Gebieten der Musik ist auch hier keine Einheitlichkeit der Definition gegeben, insbesondere bei der Definition der Begriffs Metrum. Doch wir gehen zunächst von diesen ganz einfachen Definitionen aus, die sich dementsprechend gut voneinander abgrenzen lassen.

(Die oben aufgeführten Definitionen stammen aus dem Musikunterricht von Herrn Dr. Peter Ruschenburg, Hamburg)

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