Philosophie

Nichtexistenzbeweis

Steven D. Hales konstatiert, dass man Nichtexistenz beweisen kann, sofern überhaupt etwas bewiesen werden könne. Nach einem Gesetz der Logik, nämlich dem Satz vom ausgeschlossenen Widerspruch, kann eine Behauptung nicht gleichzeitig wahr und nicht wahr sein. Das heißt, eines der Logikgesetze ist selbst eine Verneinung, ein verneinender Beweis. Ferner wird festgehalten, dass, wenn die Vorausetzungen eines induktiven Arguments, einer logischen Schlussfolgerung, immer weiter hinterfragt werden und durch Argumente belegt werden müssten, niemals irgendetwas bewiesen werden könne, weder bejahend noch verneinend. Aus Erfahrungen der Vergangenheit resultierende Schlussfolgerungen können immer nur mehr oder weniger wahrscheinlich sein. Hales vermutet, dass die Annahme, Nichtexistenz könne nicht bewiesen werden, in zwei Umständen begründet liegt: Der Enttäuschung darüber, dass Schlussfolgerungen nicht sicher oder endgültig und unfehlbar sind, sowie in dem Verlangen weiterhin zu glauben, was immer man glaubt, selbst dann, wenn Belege diesem Glauben widersprechen.
Hales Erkenntnis wird auch mit der Frage nach der Existenz bzw. Nichtexistenz Gottes in Zusammenhang gebracht und damit auch mit der Frage nach Gotteserfahrungen.

Gott ist tot

Das Wort "Gott ist tot" bedeutet: die übersinnliche Welt ist ohne wirkende Kraft.

(Heidegger)

Bullshit

... Gerade in der fehlenden Verbindung zur Wahrheit - in der Gleichgültigkeit gegenüber der Frage, wie die Dinge wirklich sind - liegt das Wesen des Bullshits. ...

Harry G. Frankfurt

Begriffs-Halluzination

Nietzsche hat moralische Letztbegründung als Begriffs-Halluzination angesehen. Dies kann beispielsweise der Begriff der Menschenwürde sein, die dem Menschen durch die Gesellschaft zuerkannt wird und die in etwas Absolutem begründet sein will, damit sie unantastbar sei.

Epikureische Hauptlehrsätze

Man kann nicht in Freude leben, ohne vernünftig, edel und gerecht zu leben, aber auch umgekehrt kein vernünftiges, edles und gerechtes Leben führen, ohne in Freude zu leben. Man kann es aber nicht, wenn jene Voraussetzungen fehlen.

Das der Natur gemäße Recht ist eine den Nutzen betreffende Übereinkunft, einander nicht zu schädigen noch voneinander Schaden zu leiden.

Recht und Unrecht gibt es gegenüber all den Lebewesen nicht, die unfähig sind, Übereinkünfte zu treffen, dass keines das andere schädigen oder von ihm geschädigt werden soll. Dasselbe gilt von Völkern, die nicht fähig oder nicht willens sind, eine solche Abmachung miteinander zu treffen.